Das Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister war ausgerichtet auf die Vorstellung des Rahmens für die Erarbeitung des Plans für nachhaltige urbane Mobilität, der legislativen Zusammenhänge sowie auf die Diskussion der wichtigsten Herausforderungen im Bereich der Mobilität, einschließlich des regionalen und grenzüberschreitenden Verkehrs. Die Veranstaltung wurde mit Grußworten der Ersten Stellvertreterin des Oberbürgermeisters von Bratislava, Tatiana Kratochvílová, sowie der stellvertretenden Vorsitzenden der Selbstverwaltungsregion Bratislava, Alžbeta Ožvaldová, eröffnet.
Die Teilnehmenden wurden mit den Zielen des Plans, den sich aus der europäischen Gesetzgebung für TEN-T-Stadtknoten ergebenden Anforderungen sowie mit Beispielen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der integrierten Verkehrsplanung vertraut gemacht. Vorgestellt wurden außerdem aktuelle Projekte der nachhaltigen Mobilität in Bratislava sowie geplante beziehungsweise in Erwägung gezogene Projekte zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Region. Ein wichtiger Programmpunkt war die Präsentation der Einbindung der Kommunen in den Prozess, da sie eine Schlüsselrolle bei der Identifizierung der Bedürfnisse des Gebiets sowie bei der Umsetzung der Maßnahmen spielen werden.
Die Diskussion konzentrierte sich vor allem auf praktische Verkehrsprobleme und Entwicklungsprojekte in der Region. Im Mittelpunkt standen insbesondere der öffentliche Verkehr, die Stärkung der Verbindungen innerhalb der Region sowie im grenzüberschreitenden Kontext. Die Bürgermeister und Vertreter der Gemeinden erkundigten sich nach der Verlängerung von Straßenbahnstrecken sowie nach den Möglichkeiten zur Wiederaufnahme oder Erweiterung grenzüberschreitender Bus- und Bahnverbindungen. Weitere Themen waren Verkehrsstaus, die Bewältigung des Transitverkehrs durch Gemeinden sowie der Bau von Umfahrungsstraßen. Mehrere Antworten verwiesen auf laufende Vorbereitungs- und Genehmigungsverfahren, den hohen finanziellen Aufwand der Projekte sowie auf die Bedeutung des in Vorbereitung befindlichen Plans für nachhaltige urbane Mobilität bei der Festlegung weiterer Investitionsprioritäten. Die Diskussion zeigte zugleich das große Interesse der Kommunen an einer koordinierten Lösung der Verkehrsprobleme auf Ebene der gesamten funktionalen Region, da viele der Herausforderungen bereits heute die Grenzen einzelner Gemeinden, Stadtteile und Staaten überschreiten.
Das Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister war der erste Schritt eines umfassenderen Prozesses, der mit der Einbindung weiterer Akteure, fachlichen Diskussionen und der Sammlung von Anregungen aus dem Gebiet fortgesetzt wird.
Der Plan für nachhaltige urbane Mobilität sowie die Veranstaltung selbst wurden von der Hauptstadt Bratislava in Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltungsregion Bratislava vorbereitet. Die Veranstaltung wurde zugleich im Rahmen der Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft baum_cityregion organisiert, die Vertreter von Bratislava sowie der Bundesländer Niederösterreich und Burgenland vereint. Die technische und beratende Unterstützung des Projekts wird von der Europäischen Investitionsbank geleistet.
Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) Presentation 24.06.2026