Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Metropolregion Bratislava – baum_cityregion

Bratislava, 25.08.2026

Bratislava, die Hauptstadt der Slowakischen Republik, startet in Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltungsregion Bratislava die Erarbeitung des Plans für nachhaltige urbane Mobilität für die Metropolregion Bratislava. Den Auftakt des Prozesses bildete ein Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie der Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalverwaltungen, das am 24. Juni 2026 im Spiegelsaal des Primatialpalais in Bratislava stattfand.

An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter von Bratislavas Stadtteilen, von Gemeinden der Selbstverwaltungsregion Bratislava sowie von grenznahen österreichischen und ungarischen Gemeinden teil. Darüber hinaus waren Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen Bundesländer Burgenland und Niederösterreich sowie des ungarischen Komitats Győr-Moson-Sopron anwesend. Ebenfalls vertreten waren das Metropolinstitut Bratislava (MIB), die Verkehrsbetriebe Bratislava (Dopravný podnik Bratislava), die Integrierte Verkehrsgesellschaft Bratislava (BID, Bratislavská integrovaná doprava) sowie das Verkehrsministerium der Slowakischen Republik.

Zu weiteren teilnehmenden Institutionen und Organisationen aus Österreich bzw. Ungarn gehörten außerdem NÖ.Regional, die Wirtschaftsagentur Burgenland, CESCI sowie das KTI Institute for Transport Sciences.

BGM-Treffen_SK-AT-HU_Bratislava_24.06.2026 (©Marek Velček)

Ziel des Treffens war es, eine Plattform für den gemeinsamen Dialog zu schaffen und die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung eines strategischen Dokuments einzurichten, das die Mobilität in der gesamten Metropolregion behandeln wird.

Der Plan für nachhaltige urbane Mobilität stellt ein zentrales Instrument für die koordinierte Entwicklung des Verkehrs, des täglichen Pendelverkehrs und der nachhaltigen Raumentwicklung dar. Er konzentriert sich auf einen integrierten Ansatz für den öffentlichen Verkehr, die aktive Mobilität sowie den Individualverkehr im Kontext der zunehmenden Vernetzung der Region einschließlich grenzüberschreitender Verflechtungen.

Zu den größten aktuellen Herausforderungen im Verkehrsbereich gehören insbesondere die stetig steigende Zahl von Autos und der verschlechterte Verkehrsfluss, die von den Einwohnerinnen und Einwohnern seit Langem als zentrale Probleme wahrgenommen werden. Die Situation wird zudem maßgeblich durch den täglichen Zustrom von Personenkraftwagen aus dem Umland von Bratislava in die Stadt beeinflusst. Daher besteht die Herausforderung darin, die Mobilität nicht nur innerhalb der Stadt selbst, sondern im Kontext der gesamten funktionalen Metropolregion zu bewältigen.

Bratislava hat als zentraler städtischer Verkehrsknotenpunkt im Rahmen des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) zugleich die Verpflichtung, dieses strategische Dokument zu erstellen. Dabei handelt es sich um eine Anforderung, die sich aus der überarbeiteten EU-Verordnung 2024/1679 ergibt.

BGM-Treffen_SK-AT-HU_Bratislava_24.06.2026 (©Marek Velček)

Das Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister war ausgerichtet auf die Vorstellung des Rahmens für die Erarbeitung des Plans für nachhaltige urbane Mobilität, der legislativen Zusammenhänge sowie auf die Diskussion der wichtigsten Herausforderungen im Bereich der Mobilität, einschließlich des regionalen und grenzüberschreitenden Verkehrs. Die Veranstaltung wurde mit Grußworten der Ersten Stellvertreterin des Oberbürgermeisters von Bratislava, Tatiana Kratochvílová, sowie der stellvertretenden Vorsitzenden der Selbstverwaltungsregion Bratislava, Alžbeta Ožvaldová, eröffnet.

Die Teilnehmenden wurden mit den Zielen des Plans, den sich aus der europäischen Gesetzgebung für TEN-T-Stadtknoten ergebenden Anforderungen sowie mit Beispielen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der integrierten Verkehrsplanung vertraut gemacht. Vorgestellt wurden außerdem aktuelle Projekte der nachhaltigen Mobilität in Bratislava sowie geplante beziehungsweise in Erwägung gezogene Projekte zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Region. Ein wichtiger Programmpunkt war die Präsentation der Einbindung der Kommunen in den Prozess, da sie eine Schlüsselrolle bei der Identifizierung der Bedürfnisse des Gebiets sowie bei der Umsetzung der Maßnahmen spielen werden.

Die Diskussion konzentrierte sich vor allem auf praktische Verkehrsprobleme und Entwicklungsprojekte in der Region. Im Mittelpunkt standen insbesondere der öffentliche Verkehr, die Stärkung der Verbindungen innerhalb der Region sowie im grenzüberschreitenden Kontext. Die Bürgermeister und Vertreter der Gemeinden erkundigten sich nach der Verlängerung von Straßenbahnstrecken sowie nach den Möglichkeiten zur Wiederaufnahme oder Erweiterung grenzüberschreitender Bus- und Bahnverbindungen. Weitere Themen waren Verkehrsstaus, die Bewältigung des Transitverkehrs durch Gemeinden sowie der Bau von Umfahrungsstraßen. Mehrere Antworten verwiesen auf laufende Vorbereitungs- und Genehmigungsverfahren, den hohen finanziellen Aufwand der Projekte sowie auf die Bedeutung des in Vorbereitung befindlichen Plans für nachhaltige urbane Mobilität bei der Festlegung weiterer Investitionsprioritäten. Die Diskussion zeigte zugleich das große Interesse der Kommunen an einer koordinierten Lösung der Verkehrsprobleme auf Ebene der gesamten funktionalen Region, da viele der Herausforderungen bereits heute die Grenzen einzelner Gemeinden, Stadtteile und Staaten überschreiten.

Das Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister war der erste Schritt eines umfassenderen Prozesses, der mit der Einbindung weiterer Akteure, fachlichen Diskussionen und der Sammlung von Anregungen aus dem Gebiet fortgesetzt wird.

Der Plan für nachhaltige urbane Mobilität sowie die Veranstaltung selbst wurden von der Hauptstadt Bratislava in Zusammenarbeit mit der Selbstverwaltungsregion Bratislava vorbereitet. Die Veranstaltung wurde zugleich im Rahmen der Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft baum_cityregion organisiert, die Vertreter von Bratislava sowie der Bundesländer Niederösterreich und Burgenland vereint. Die technische und beratende Unterstützung des Projekts wird von der Europäischen Investitionsbank geleistet.

Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) Presentation 24.06.2026

 

Fortschrittsbericht 2024

Fortschrittsbericht 2024 März 15, 2025   Der neue Fortschrittsbericht der grenzüber­schreit­enden Stadtregion Bratislava-Umland (baum_cityregion) liegt vor und gibt einen Überblick zu deren Aktivitäten im Jahr 2024. Insgesamt wurden 26 grenzüberschreitende...

Smart Map of Jewish History

Smart Map of Jewish History Februar 13, 2025 Fördergenehmigung erhalten, Projektstart absehbar: Diese Projektentwicklung wurde im Laufe des Jahres 2024 im Rahmen von insgesamt 8 Terminen von baum_cityregion in der Anbahnung unterstützt. Die Realisierung dieses Themas...